Familie mit Kindern beim Wandern
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10 Tipps für enspannteres Wandern mit Kindern

Nörgelnde Kinder und genervte Eltern – das ist die Vorstellung vieler Familien, wenn sie daran denken, eine Wanderung mit den Kids zu unternehmen. Mit der richtigen Planung und Vorbereitung kann jedoch eine Wandertour für Erwachsene und Kinder zum schönen Erlebnis werden, das gerne wiederholt werden will. Folgend ein paar Tipps für ein entspannteres Wandern mit Kindern.

10 Tipps – damit die Wanderung mit Kindern gelingt

Kinder lieben Abenteuer und Bewegung an der frischen Luft. Was liegt da näher, als eine Wanderung mit der ganzen Familie zu planen? Werden die Tipps beachtet, bleibt der Spaß für Groß und Klein garantiert nicht auf der Strecke.

Tipp 1: Gute Planung ist das A und O

Um die Tagesetappen planen zu können, ist eine Faustregel des Deutschen Wanderverbands sehr hilfreich: Man multipliziert das Lebensalter mit 1,5. Ein achtjähriges Kind könnte demnach eine Strecke von 12 km schaffen. Führt ein Teil der Strecke bergauf, rechnet man einen Kilometer pro 100 Höhenmeter. Die Länge der Tagesetappen wird vom jüngsten Kind der Gruppe vorgegeben. Somit kann jeder Teilnehmer die Strecke schaffen.

Für den Fall der Fälle sollte aber so geplant werden, dass jede Strecke abgekürzt werden kann. Für die Planung ist somit eine gute Wanderkarte notwendig, die alle Wege und Geländeeigenschaften aufzeigt. Die Strecke sollte keinen hohen Schwierigkeitsgrad vorweisen.

Tipp 2: Genügend Pausen einlegen

Selbstverständlich sollten die Kinderbeine genügend Möglichkeiten zum Ausruhen bekommen. Dafür sollten natürlich auch Lunchpakete mitgenommen werden, sodass ein gemütliches und leckeres Picknick im Grünen stattfinden kann.

Tipp 3: Interessante Etappenziele einplanen

Für die Kinder werden Wanderungen spannender, wenn sie sich auf die Etappenziele freuen können. Vorfreude bringt neuen Elan mit sich, denn schließlich möchte man den Kletterwald, den Badesee oder den Zeltplatz mit Lagerfeuerstelle erreichen.

Tipp 4: Die Wanderung zur Abenteuertour deklarieren

Wandern – das klingt für Kinder nach öder Anstrengung, an der lediglich die Erwachsenen Spaß haben. Wird nicht von einer Wanderung, sondern von einer Abenteuertour gesprochen, weckt das schon einmal die Neugierde. Vielleicht lässt sich die Wanderung mit Geocaching verbinden und die Strecke wird dementsprechend geplant. Schon können die Kids auf Schatzsuche gehen und dies wird garantiert die Motivation erhöhen.

Tipp 5: Gemeinsam mit anderen Familien wandern

Kinder finden es meistens langweilig, „nur“ mit den Eltern zu wandern. Die kleinen Wanderer sind wesentlich motivierter, wenn noch andere Kids mit auf Tour gehen. Mit anderen Familien gemeinsam zu wandern bringt allen Vorteile: Die Kinder können sich als kleine Abenteurer fühlen und zusammen die Welt entdecken und die Erwachsenen haben während der Wanderung Gesprächspartner.

Tipp 6: Wandern und Spielen kombinieren

Während Erwachsene genügend Lust und gute Laune verspüren, wenn sie durch die Natur wandern und die Schönheiten der Erde entdecken, ist dies für Kinder schnell uninteressant. Es wird nicht lange dauern bis die bekannte Frage auftaucht: „Wann sind wir endlich da?!“. Die Wanderung bleibt spannend, wenn sie mit kurzen Spieleinheiten verbunden wird. Warum nicht einmal dem Kind die Führung überlassen? Es darf für eine gewisse Strecke der Guide sein – und wenn man im Dickicht landet, bringt das neue Erfahrungen mit sich. Humor muss auf jeden Fall dabei sein. Mit der Hilfe eines Erwachsenen, der den Assistenten des Guides spielt, können die Kleinen auch lernen, eine Wanderkarte zu lesen und den Kompass zu gebrauchen. Bei diesem Tipp ist zunächst die Kreativität der Eltern gefragt, die sich ein paar Spielchen für die Wanderung einfallen lassen. Zum Beispiel könnten Mini-Schätze vorbereitet werden, die dann heimlich am Wegrand versteckt werden.

Tipp 7: Welches Tier ist das?

In der Natur sind zahlreiche Tiere und Tierchen zu entdecken. Die Tagesstrecken können mit einem Thema versehen werden: Ameisen-Tag, Vogel-Tag, Käfer-Tag usw.. Die entdeckten Tiere des Tages werden gemeinsam betrachtet und bestimmt. Dazu bietet sich die Mitnahme von kleinen Pocket-Büchern an, die in der Hosentasche Platz haben. Dann kann kurz nachgeschlagen werden, um welchen Käfer, Vogel etc. es sich handelt.

Tipp 8: Zwischendurch Kletteraktionen starten

Wer schafft es, auf dem Baumstamm zu balancieren? Wer kann den Gipfel des großen Felsbrockens erklimmen? Unterwegs bieten sich genügend Möglichkeiten, um kleine Kletteraktionen zu starten. Der Ehrgeiz der Kids wird ziemlich schnell angekurbelt, wenn sie ihre Kletterfähigkeiten unter Beweis stellen können – und wenn sie dann auch noch besser klettern können als ihre Eltern, wird der kleine Wanderer mit stolz geschwellter Brust froh gelaunt weiterlaufen.

Tipp 9: Hören, sehen, riechen – Sinneswandel pur

Wie nebenbei können die Sinne der Kinder geschärft werden. Das kann spielerisch geschehen, wobei die Erwachsenen auf jeden Fall mitmachen sollten. Davon profitieren nämlich Groß und Klein. Wie riechen Tannenzapfen, verschiedene Pflanzen oder Waldboden? Wie fühlt es sich an, Gras, Moos oder Torfboden unter den nackten Füßen zu haben? Was siehst du mit dem Fernglas? Welche Geräusche sind zu hören? Es lohnt sich und ist richtig spannend, wenn mit offenen Sinnen die Natur kennengelernt wird.

Tipp 10: Bastelmaterial sammeln

Blätter, kleine Zweige, schöne Steine – all das sind gute Bastelmaterialien. Damit die Fundstücke nicht bei der Wanderung stören, könnte diese Aktion am letzten Wandertag stattfinden: Die Kinder suchen nach solchen Materialien, aus denen später Zuhause gemeinsam eine Erinnerung an diese Tour gebastelt wird.

Alex

Alex

Alex ist schon seit seiner Jugend bei den Pfandfindern am liebsten Draußen unterwegs. Wenn er nicht gerade durch die Welt reist, schreibt er am liebsten über Outdoor, Survival und Prepper Themen.

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