Frau beim wandern mit ihrem Hund
Home » Outdoor Magazin » Welche Hunderassen eignen sich am besten zum Wandern?

Welche Hunderassen eignen sich am besten zum Wandern?

Wandern mit Hund stellt eine ideale Möglichkeit für viel Bewegung in der freien Natur dar. Im Grunde kann fast jeder gesunde Hund an Wanderungen teilnehmen. Selbst manche Senioren unter den Hunden laufen noch problemlos längere Strecken. Dennoch gibt es Hunderassen, die sich zum Wandern besonders gut eignen.

Robuste, lauffreudige Hunderassen eignen sich besonders gut für längere Wanderungen. Dazu gehören vor allem Jagdhunde und Hütehunde. Es gibt aber auch noch andere Rassen, die für lange Wanderungen sehr gut geeignet sind.

Hier  die 10 am besten geeigneten Hunderassen für Wanderungen:

  1. Border Collie
  2. Australian Shepherd
  3. Malinois
  4. Podenco
  5. Jack Russel Terrier
  6. Deutsch Kurzhaar
  7. Irish oder English Setter
  8. Flat Coated Retriever
  9. Toller
  10. Cocker Spaniel

Selbstverständlich gibt es noch weitere Rassen, die sich für Wanderungen eignen. Wichtig ist, dass die Hunde robust, ausdauernd und lauffreudig sind.

Worauf ist bei Wanderungen mit Hund zu achten?

Obwohl jeder Hund gerne und lange spazieren geht, ist beim Wandern mit Hund auf einige Dinge zu achten:

Alter und Gesundheit

Wandern bedeutet, lange Strecken zu gehen und das in der Regel in einem schnelleren Tempo. Dazu muss der Hund gesund sein. Viele ältere Hunde leiden unter Gelenkproblemen. Für diese Vierbeiner wäre eine Wanderung eine Qual.

Ebenso sind Hunde, die zu Gelenkbeschwerden neigen, nicht unbedingt für längere Wanderungen geeignet. Dazu gehören unter anderem schwere Rassen wie Molosser.

Bei jungen Hunden sollte das Skelett noch nicht zu stark belastet werden. Zudem würde man sehr junge Hunde mit langen Strecken überfordern – auch wenn das so mancher Junghund nicht zeigt. Der Hund sollte mindestens ein Jahr alt sein.

Hunderassen, die Probleme mit der Atmung haben, sind für Wanderungen über längere Strecken sowie Bergtouren weniger gut geeignet. Zu diesen Rassen gehören unter anderem der Mops und die französische Bulldogge. Bei diesen Hunderassen wurde die Schnauze zu kurz gezüchtet, sodass die meisten Vertreter dieser Rasse unter dem sogenannten Brachycephalen-Syndrom leiden.

Größe des Hundes

Je nach Wanderstrecke kann es mit großen Hunden schwierig werden. Bergtouren können beispielsweile schmale Passagen, unebenes Gelände, Klettersteige oder Hängebrücken beinhalten. Dies kann für den Vierbeiner gefährlich sein und bei einem großen Hund würde man sich selbst in Gefahr bringen, würde man ihn über Hindernisse tragen wollen – falls das vom Körpergewicht des Hundes überhaupt möglich ist. Manchmal kann also ein kleiner Hund viel eher zum Wandern mitgenommen werden. Der Jack Russel ist ein Beispiel für eine lauffreudige und robuste Rasse, deren Größe und Gewicht es zulassen, den Hund zwischendurch im Rucksack zu tragen. Somit sind auch schwierigere Streckenabschnitte für Mensch und Hund gemeinsam zu bewältigen.

Trainingszustand

Beim Hund ist es nicht anders als beim Menschen: Für untrainierte Hunde wird eine längere Wanderung mitunter kein angenehmes Erlebnis sein. Hunde, die täglich mehrere Stunden laufen, werden mit der Belastung einer  Wanderung keine Probleme haben. Hunde, die eher kurze Strecken gewohnt sind, müssen auf eine längere Wandertour vorbereitet werden.

Wanderausrüstung für den Hund

Für längere Wanderungen sollte auf jeden Fall Wasser für den Hund mitgenommen werden. Bei Wanderungen über mehrere Tage gehört natürlich auch Futter in den Rucksack. Um kleinere Verletzungen direkt behandeln zu können, sollte auch eine kleine Notfall-Apotheke für den Vierbeiner eingepackt werden.

Für größere Hunde sind Hunderucksäcke zu bekommen, sodass der vierbeinige Wanderer zumindest einen kleinen Teil seiner Ausrüstung tragen könnte. Das muss vorher geübt werden, denn zunächst ist es für Hunde befremdlich, wenn sie einen Rucksack tragen müssen. Selbstverständlich sollte auf das Gewicht geachtet werden: Der Rucksack darf für den Hund nicht belastend sein!

Für längere Wanderungen über mehrere Tage sowie für Bergtouren sollte demnach Folgendes für den Hund eingepackt werden:

  • Trinkwasser
  • Futter
  • Wassernapf (es gibt leichte, faltbare Näpfe aus Silikon, die sich gut verstauen lassen)
  • Notfall-Apotheke (Verbandsmaterial, Pfotenschuhe, Pinzette, Wundsalbe, Desinfektionsspray)
  • Regenmantel
  • Decke

Planung der Route

Mit Hund sollten Wanderrouten mit einem hohen Schwierigkeitsgrad vermieden werden. Dazu gehören Strecken im Gebirge, die mit Klettern, sehr schmalen Pfaden am Abhang oder dem Überqueren von Hängebrücken verbunden sind. Wanderwege mit einer gelben Markierung bieten sich für Touren mit Hund an.

Wichtig ist es zudem, genügend Pausen einzuplanen. Dies ist besonders bei warmem Wetter notwendig.

Übernachtungen in Hütten oder im Zelt?

In Berghütten sind Hunde oftmals verboten. Die Planung einer Bergwanderung beinhaltet somit auch abzuklären, welche Hütten das Mitbringen von Hunden erlauben.

Diesbezüglich wäre das Übernachten im Zelt unkomplizierter. Hunde sind ganz leicht und schnell daran zu gewöhnen, mit ihren Menschen im Zelt zu übernachten.

Alex

Alex

Alex ist schon seit seiner Jugend bei den Pfandfindern am liebsten Draußen unterwegs. Wenn er nicht gerade durch die Welt reist, schreibt er am liebsten über Outdoor, Survival und Prepper Themen.

Kommentar Hinzufügen