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Wildcampen im Vereinigten Königreich

Laut ADAC ist das Übernachten auf Parkplätzen außerhalb von Campingplätzen nur erlaubt, wenn man die örtliche Genehmigung hat. In den Ländern, die zum Vereinigten Königreich gehören, wird das Wildcampen jedoch ganz unterschiedlich geregelt.

Wildzelten in England

In England sind die meisten Grundstücke in privater Hand, sodass man fast überall den Eigentümer um Erlaubnis bitten muss. Aber: Meistens stellt es kein Problem dar, in abgelegenen Gebieten eine Nacht zu campen. [no_toc]

Ebenso ist es in manchen Nationalparks erlaubt, unter freiem Himmel zu übernachten. Man kann sich beispielsweise bei der Touristenbehörde von Dartmoor eine Landkarte besorgen, in der alle Plätze in dieser Hügellandschaft aufgezeigt werden, an denen das Campen erlaubt ist.

Wildcampen in Wales

Auch in Wales ist der überwiegende Teil der Grundstücke in privater Hand. Somit müsste immer die Genehmigung des Besitzers eingeholt werden, wenn man irgendwo wildcampen möchte.

In der Praxis wird das Wildcampen oftmals toleriert. In Brecon Beacons kann man sich sogar eine Liste besorgen, in der die Landwirte aufgeführt sind, die Wildcampern das Übernachten auf ihren Grundstücken erlauben.

Wildcampen in Schottland

In Schottland gilt das Jedermannsrecht, sodass Wildcampen erlaubt ist. Sollte Wildzelten verboten sein, ist das an Hinweisschildern erkennbar. Im sogenannten „Scottish Outdoor Access Code“ kann sich über Rechte und Pflichten beim Wildcampen informiert werden. Diese Broschüren sind in vielen Orten Schottlands zu bekommen.

Auch das Campen auf Privatgrundstücken ist erlaubt, aber nur mit Erlaubnis des Besitzers.

Generell sollte nicht in der Nähe von Wohnhäusern, Sehenswürdigkeiten  und Schulen gezeltet werden. Zudem sollte es selbstverständlich sein, den Platz sauber zu halten und seinen Müll mitzunehmen. Außerdem sollte am Waldrand oder im Wald kein Lagerfeuer  entfacht werden.

Wildcampen in Nordirland

In Irland ist Wildcampen offiziell verboten und man muss mit Geldstrafen zwischen 100 Euro und 150 Euro rechnen.

Meistens wird das Thema aber nicht so ernst genommen und sowohl die Bewohner als auch die Behörden gehen entspannt mit Wildcampern um – wenn sich diese an gewissen Verhaltensregeln halten.

Iren sind für ihre Gastfreundlichkeit bekannt und somit geben die meisten Grundstücksbesitzer die Erlaubnis, für eine Nacht zu zelten.

Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie in Naturschutzgebieten und Landschaftsschutzgebieten ist Wildcampen nicht gestattet. Dort weisen auch Schilder auf das Campingverbot hin.

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